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Unternehmen, Energie & Umwelt
DOKUMENTNUMMER: NLS000474

3. Handelstag Heilbronn-Franken | Nachlese vom 9. November 2017

UEU - Handelstag Heilbronn-Franken - AKTUELLES | TERMINE

Über 60 interessierte Händler, Stadtverantwortliche und Dienstleister fanden sich am 9. November 2017 zum 3. Handelstag Heilbronn-Franken im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) zusammen. Stefan Gölz, Mitglied der IHK-Geschäftsleitung, begrüßte die Teilnehmer und wies auf die fortschreitende Digitalisierung im Einzelhandel und die damit verbundenen Veränderungen hin. Weiter stellte er fest, dass die Digitalisierung die internen Abläufe im Unternehmen, sei es den Einkauf oder die Warenwirtschaft, gravierend verändert, aber dass auch von der Kundenseite immer höhere Erwartungen beim Einkauf an die Einzelhändler gestellt werden.

Anschließend informierte Dr. Georg Wittmann, ibi research, die Teilnehmer über die zentralen Ergebnisse der IHK-ibi-Handelsstudie 2017. 41 Industrie- und Handelskammern in Deutschland haben sich an der Umfrage beteiligt, darunter auch die IHK Heilbronn-Franken. Zum ersten Mal wurden dann Ergebnisse, die konkret auf die Region Heilbronn-Franken zutreffen veröffentlich und mit den deutschlandweiten Ergebnissen verglichen. Eines der zentralen Hindernisse warum die Einzelhändler sich schwierig mit der Digitalisierung und der Umsetzung einer Unternehmensstrategie tun, sind vor allem die fehlenden zeitlichen Ressourcen sowie die teilweise hohen Investitionskosten. Die gesamte Studie gibt es unter dem folgendem Link zum kostenfreien Download: www.ibi.de/Handelsstudie

In der anschließenden Kaffeepause hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei der begleitenden Fachausstellung sich bei zehn verschiedenen Dienstleistern über die unterschiedlichsten digitalen Angebote zu informieren. Dabei ging es beispielsweise um Fragen wie: „Wie liefere ich in Zukunft die Pakete am günstigsten und schnellsten zum Kunden aus?“, „Wie werde ich digital sichtbar?“, „Wie digitalisiere ich meine internen Abläufe?“.

Nach der Kaffeepause berichtete Holger Seidenschwarz, ibi research, über aktuelle Entwicklungen und Innovationen im Payment. Er zeigte das „Magische Dreieck“, mit den Komponenten Akzeptanz/Komfort, Kosten und Sicherheit, das bei der Wahl des beziehungsweise der Bezahlverfahren eine wesentliche Rolle spielt. Des Weiteren macht er deutlich, dass es nicht das eine perfekte Zahlungsverfahren gibt, sondern dass es die Mischung ausmacht, denn jeder Kunde hat sein eigenes präferiertes Verfahren.

Der Frage „Amazon - Fluch oder Segen?“ widmete sich danach wieder Dr. Georg Wittmann, ibi research, der in seinem Vortrag dabei auf das Kaufverhalten im digitalen Zeitalter näher einging. Laut einer aktuellen ibi-Studie, bei der die online-affinen (Smart Natives) befragt wurden, kauften diese in den letzten 12 Monaten im Durchschnitt in knapp sechs unterschiedlichen Online-Shops ein. Davon sind aber im Durchschnitt nur knapp zwei neue Online-Shops, in denen zum ersten Mal bestellt wurde, dabei. Dies zeigt, dass es eine gewisse Treue zu den Anbietern, bei denen man in der Vergangenheit bestellt und alles reibungslos abgelaufen ist, gibt. Diesen Aspekt macht sich auch Amazon zu nutzen. Die Tatsache, dass Amazon mittlerweile schon die Produktsuchmaschine Nummer 1 geworden ist und damit Google überholt hat, verdeutlicht die starke und wachsende Marktstellung. Amazon wird von vielen deshalb als Gefahr gesehen, aber auch als stationärer Einzelhändler kann man die Online-Plattform Amazon zu seinen Gunsten nutzen.

Zum Abschluss ging es in der Diskussionsrunde auch nochmals um Amazon, aber auch Themen wie Lokale Onlinemarktplätze, Kundenservice oder digitale Lösungen für den stationären Einzelhändler waren Aspekte, über die intensiv diskutiert wurde.

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