Header Image
Publikationen
DOKUMENTNUMMER: UEU008956

IHK Energiewende-Barometer 2018: Die Stimmung ist gekippt.

Die Unternehmen hierzulande sind unzufrieden mit dem Status quo der Energiewende und der Unsicherheit über deren Entwicklung. Das zeigt die jüngste Umfrage der IHK-Organisation zur Energiewende, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat.

Erstmals seit 2014 falle die Bewertung schlechter aus als im Vorjahr. Die Akzeptanz schwindet vor allem wegen steigender Energiekosten, nicht nur bei Öl und Gas. Rund 40 Prozent der Unternehmen hätten 2018 von steigenden Strompreisen berichtet.

Laut Energiewendebarometer fordern zwei Drittel der Unternehmen deshalb eine zügige Entlastung der Wirtschaft. Zu den Top-Forderungen gehören außerdem eine Beschleunigung des Netzausbaus und eine bessere Abstimmung der vielen Einzelmaßnahmen zur Umsetzung der Energiewende.

Die Ergebnisse der Umfrage sowie eine Übersicht über die zentralen Ergebnisse stehen Ihnen als Download zur Verfügung.

Auswertung für Baden-Württemberg

Die Unternehmen in Baden-Württemberg beurteilen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit knapp ausgeglichen. Allerdings: Nach drei Jahren mit positiven Werten, sackt die Bewertung wieder etwas unter die neutrale „Null“. Das ergab die Baden-Württemberg-spezifische Auswertung des bundesweiten DIHK-Energiewendebarometers 2018. Auf einer Skala von -100 bis +100 bewerten die am heimischen Standort befragten Unternehmen die Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit -2,4; für Deutschland liegt dieser Wert bei -4,9.

Gefragt nach den Maßnahmen, die die Politik kurzfristig ergreifen sollte, steht bei den baden-württembergischen Betrieben die Forderung nach Unterstützung des Netzausbaus und damit das Thema Versorgungssicherheit klar an erster Position, ebenso bei den Unternehmen in Deutschland und bei der hiesigen Industrie. Prioritär werden auch die Forderung nach Reduzierung von Steuern und Abgaben auf den Strompreis und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren bewertet.

97 Prozent der Industrieunternehmen im Land (94 Prozent der Industriebetriebe bundesweit) beschäftigen sich mit Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz mit steigendem Umsetzungsgrad, obwohl gleichzeitig 81 Prozent der Industriebetriebe max. 1 Prozent Einsparpotenzial pro Jahr im eigenen Unternehmen sehen. Investitionen in effiziente Technik finden sich auf Platz eins der am häufigsten ergriffenen Maßnahmen.

Aktivitätsverlagerungen ins Ausland aufgrund energiewirtschaftlicher Einflüsse bleiben bei ca. 20 Prozent der Industrieunternehmen in Baden-Württemberg in Umsetzung oder Betracht. Die Aufforderung an die Politik besteht daher weiter, für dauerhafte Versorgungssicherheit und international wettbewerbsgerechte Strompreise zu sorgen, zumal die Unternehmen in den letzten 12 Monaten von wieder anziehenden Strom- und Energiepreisen berichten.

Die vollständige Fassung der Ergebnisse aus Baden-Württemberg steht Ihnen ebenfalls als Download zur Verfügung.

(Quellen: DIHK und BWIHK)

Ihr Ansprechpartner
Nicole Meier
Nicole MeierReferentin Energieberatung & Energiemanagement
Tel.: 07131 9677-311Fax: 07131 9677-88-311nicole.meier@heilbronn.ihk.de
Social Bookmarks
  • Facebook
  • Twitter
  • XING
  • Google+
Facebook
Twitter
XING
YouTube