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DOKUMENTNUMMER: UEU009738

Energiewende-Barometer 2019: Wirtschaft in Baden-Württemberg engagiert sich für Energiewende und Klimaschutz trotz ungewisser Rahmenbedingungen

Die Unternehmen im Land beurteilen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit etwas besser als im Bund. Das ergab die Baden-Württemberg-spezifische Auswertung des bundesweiten DIHK-Energiewendebarometers 2019.

Auf einer Skala von -100 bis +100 bewerten die am heimischen Standort befragten Unternehmen die Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit -2,3; für Deutschland liegt dieser Wert bei -3,0. Dieses Ergebnis bestätigt das Vorjahresresultat, welches auch nur knapp unter einer neutralen »Null« lag, so das Fazit des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK).

Die Industrie kommt mit -17,4 zu einer pessimistischeren Chancen-Risiken-Bewertung und zeigt sichtbaren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Deutschlandweit liegt die Bewertung mit -19,0 noch darunter. Energie- und klimapolitische Maßnahmen müssen daher nach wie vor besonders die Auswirkungen auf den Industriestandort berücksichtigen. Dabei befürworten fast alle Unternehmen in Baden-Württemberg und auch der Industrie zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen, allerdings bei rund der Hälfte der Industriebetriebe mit der Einschränkung, dass es zu keiner zusätzlichen Belastung für den eigenen Betrieb kommt.

Gefragt nach den Maßnahmen, die die Politik kurzfristig ergreifen sollte, steht bei den Betrieben im Land die Forderung nach Unterstützung des Netzausbaus und damit das Thema Versorgungssicherheit klar an erster Position, ebenso bei den Unternehmen in Deutschland und bei der hiesigen Industrie. Prioritär werden auch die Forderung nach Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren bewertet sowie die bessere Abstimmung der politischen Maßnahmen.

Die insgesamt noch ausgewogene Bewertung zu den Auswirkungen der Energiewende zeigt die hohe Anpassungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Wie in den Vorjahren ergreifen oder planen die Unternehmen im Land auch in 2019 häufiger Maßnahmen als im Bundesschnitt. Besonders deutlich wird dies beispielsweise bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen oder der Nutzung von Abwärme.

93 Prozent der Industrieunternehmen im Land (ebenso viele bundesweit) beschäftigen sich mit Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz, obwohl gleichzeitig 82 Prozent der Industriebetriebe maximal ein Prozent Einsparpotenzial pro Jahr im eigenen Unternehmen sehen. Investitionen in effizientere Technik finden sich auf Platz eins der am häufigsten ergriffenen Maßnahmen.

Das bundesweite Energiewende-Barometer 2019 des DIHK sowie die vollständige Baden-Württemberg-spezifische Auswertung finden Sie unter "Weitere dazu passende Themen/Links".

Ihr Ansprechpartner
Christian Eifler
Christian EiflerEffizienzmoderator KEFF
Tel.: 07131 9677-336Fax: 07131 9677-88-336christian.eifler.keff-bw@heilbronn.ihk.de
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