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Fachkräfte halten & qualifizieren
DOKUMENTNUMMER: SPO005582

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Fachkräftesicherung durch betriebliche Gesundheitsmanagement

Unsere Gesellschaft und Arbeitswelt verändern sich kontinuierlich und immer rasanter. Durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung kommt es zu organisatorischen Prozessveränderungen und beständigen Einsparungen. Neue Arbeitsformen, hohe Flexibilität und Mobilität sowie lebenslanges Lernen prägen das Arbeitsleben von heute.

Arbeitnehmer aber auch Unternehmen müssen dieser Tatsache ins Auge blicken und die neuen Herausforderungen annehmen. Für die Unternehmen stellt vor allem die demografische Entwicklung eine große Herausforderung dar. Ein zentrales Instrument um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Stärker denn je wird die Gesundheit der Mitarbeiter den Erfolg eines Unternehmens prägen. Doch was bedeutet Gesundheit? Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit „Der Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialem Wohlbefindens“. Genau an dieser Stelle setzt das BGM an. Es umfasst die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Aktivitäten mit dem Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern.

  • BETRIEBLICHER ARBEITS- UND GESUNDHEITSSCHUTZ

    Grundlage für ein funktionierendes Beschäftigungssystem ist die Schaffung und der Erhalt sicherer und menschengerechter Arbeitsbedingungen. Ein effizienter Arbeitsschutz und eine wirksame Unfallvermeidung sind hierfür besonders wichtig. Das grundlegende Gesetz dafür ist das Arbeitsschutzgesetz. Es bildet die Basis einer Reihe weiterer Gesetze und Verordnungen wie z. B. die Betriebssicherheitsverordnung, die Bildschirmarbeitsverordnung, die Gefahrstoffverordnung, Baustellenverordnung etc. Ziel ist es, nicht nur auf das Eintreten von Gefahrenwirkungen zu reagieren, sondern Gesundheitsstörungen und Berufskrankheiten bewusst im vornherein zu verhindern. Somit folgt das Arbeitsschutzgesetz einem umfassenden präventiven Ansatz.
    Nach dem Arbeitsschutzgesetz gehören Arbeits- und Gesundheitsschutz zu den Pflichten eines jeden Arbeitgebers und sollte in die Strukturen und Abläufe des Unternehmens eingebunden werden. Hierbei ist eine enge Kooperation zwischen der Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt sinnvoll.

    Eine wichtige Säule des Arbeits- und Gesundheitsschutzes stellt die Gefährdungsbeurteilung dar. Sie dient dazu, sich über die vorhandenen Gefährdungen klar zu werden, damit geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden können. Um die Arbeitgeber in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu unterstützen, gibt es ein vielfältiges Angebot von praxisnahen Handlungsanleitungen. Anbieter sind z. B. die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die Arbeitsschutzbehörden der Länder und die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, aber auch zahlreiche gewerbliche Anbieter. Den Link zur Datenbank finden Sie  unter "Links" auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

  • BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG (BGF)

    Eine unverzichtbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sind zufriedene, motivierte und gesunde Mitarbeiter. Genau hier setzt die betriebliche Gesundheitsförderung an. Sie umfasst freiwillige Maßnahmen von Arbeitgebern und Beschäftigten im Betrieb – für gesundheitsgerechte Strukturen, Rahmenbedingungen und Verhaltensweisen. Durch diese Maßnahmen sollen Gesundheitspotenziale gestärkt, Erkrankungen vorgebeugt und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessert werden. Mit betrieblicher Gesundheitsförderung tragen Unternehmen nicht nur dazu bei, dass ihre Mitarbeiter leistungsfähig und gesund bleiben. Sie zeigen durch den Einsatz in der Gesundheitsförderung und –prävention, dass sie Verantwortung für die Menschen im Betrieb übernehmen, was die Attraktivität des Unternehmens steigern kann.

    Doch gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es auf Grund ihrer kleinen Mitarbeiterzahl und dem begrenztem Gestaltungsspielraum keine leichte Aufgabe, die betriebliche Gesundheitsförderung zu einer Managementaufgabe zu machen. Als Hilfestellung hat der DIHK ein Checkheft speziell für kleine und mittlere Unternehmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erstellt. Diesen finden Sie untenstehend unter „Downloads“.

    Möchten Sie herausfinden wie Ihr Unternehmen im Gesundheitsmanagement im Vergleich zu anderen Unternehmen momentan aufgestellt ist? Mit dem Internet-Tool "Gesundheitsbewusster Betrieb" können Sie Ihr Unternehmen in wenigen Minuten analysieren und erhalten konkrete und wirksame Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Als Ergebnis erhält jedes Unternehmen eine umfangreiche Auswertung mit zahlreichen aufschlussreichen Informationen und Hinweisen.

  • BETRIEBLICHES EINGLIEDERUNGSMANAGEMENT (BEM)

    Von der Arbeitsunfähigkeit zur Beschäftigungsfähigkeit
    Seit 2004 sind Arbeitgeber nach § 84 Abs. 2 SGB IX dazu verpflichtet, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchzuführen, wenn ein Mitarbeiter länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt krank ist. Das BEM umfasst alle Aktivitäten, Maßnahmen und Leistungen, die zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach längerer Krankheit erforderlich sind. Über den genauen Ablauf des BEM gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Es ist dem Arbeitgeber und den Arbeitnehmer überlassen, es nach den individuellen betrieblichen Gegebenheiten zu gestalten. Es kann z. B. eine stufenweise Wiedereingliederung, Arbeitshilfen, Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz oder Rehabilitationsmaßnahem beinhalten.

    Ziel des BEM ist, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erhalten, indem durch das Verfahren den Ursachen von Arbeitsunfähigkeit gemeinsam nachgegangen wird, Rehabilitationsbedarf frühzeitig erkannt wird und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

    Erste Anlaufstelle bei Fragen rund um das Thema BEM sind die gemeinsamen Servicestellen der Deutschen Rentenversicherung. In der Region Heilbronn-Franken gibt es in Heilbronn und Schwäbisch Hall örtliche Servicestellen, welche als Lotse zu verschiedenen Trägern und Leistungen fungieren. Sie treten in besonders schwierigen Fällen als Vermittler zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern auf und bieten Beratung rund um die Themen Rehabilitation und Teilhabe für Behinderte und Nichtbehinderte an.

    Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Friedensplatz 4, 74072 Heilbronn,
    Tel.: 07131 6088-115, www.deutsche-rentenversicherung.de

    Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Bahnhofstr. 28, 74523 Schwäbisch Hall,
    Tel.: 0791 97130-195, www.deutsche-rentenversicherung.de
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