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Afrika
DOKUMENTNUMMER: INT010020

ÄGYPTEN: Ausfuhrverbote und Verzicht auf Legalisierung (Stand: 13. Mai 2020)

Vorübergehende Ausfuhrverbote und eine vereinfachte Zollabfertigung sollen die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Schutzausrüstung sichern.

Das ägyptische Ministerium für Handel und Industrie hat vorübergehende Ausfuhrverbote für zwei Produktgruppen verhängt. Das Exportverbot für persönliche Schutzausrüstung, Alkohol und seine Derivate trat zum 17. März 2020 in Kraft und gilt für drei Monate. Hülsenfrüchte (mit Ausnahmen) dürfen seit dem 28. März 2020 nicht exportiert werden. Das Ausfuhrverbot für Hülsenfrüchte gilt laut Dekret Nr. 194 ebenfalls für drei Monate.

Außerdem hat das Ministerium folgende Maßnahmen ergriffen, die den Import betreffen:

  • Die ägyptische Zollverwaltung wurde am 18. März 2020 angewiesen, bei der Einfuhr auch solche Handelsdokumente zu akzeptieren, welche die Stempel der Industrie- und Handelskammern und der ägyptischen Botschaften im Ausland nicht aufweisen. Dabei sollen die Importeure „versprechen“, dass die vorgelegten Dokumente echt sind. Die legalisierten Originaldokumente sind jedoch spätestens sechs Monate nach Ende der Coronakrise einzureichen.
  • In Ägypten produzierte und importierte medizinische Schutzausrüstung (Schutzkleidung, Atemschutzmasken, Latex-Handschuhe und Schutzbrillen) sowie deren Bestände müssen laut Dekret Nr. 196/2020 vom 30. März 2020 für drei Monate der ägyptischen Behörde für den Einkauf und die medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Zollabfertigung von Lebensmitteln, Medizinprodukten und anderen strategischen Gütern wird vorrangig durchgeführt.

Quelle: GTAI.de

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Slim DerouicheReferent Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-137Fax: 07131 9677-88-137slim.derouiche@heilbronn.ihk.de
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