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Aktueller Konjunkturbericht
DOKUMENTNUMMER: SPO009866

Aktueller Wirtschaftslagebericht

STU - Aktueller Konjunkturbericht - AKTUELLES | TERMINEWirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 4. Quartal 2019

Jahresstart mit Hoffnungsschimmer

Der konjunkturelle Abschwung in der Region Heilbronn-Franken ist im 4. Quartal 2019 vorerst zum Stillstand gekommen. Die befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage besser als im Vorquartal. Die von leichter Skepsis geprägten Erwartungen für die kommenden Monate sind stabil geblieben. Auftrieb kommt nach wie vor von der Binnenwirtschaft. Aufgrund der anhaltenden Konsumfreude der Verbraucher bewerten die Einzelhändler ihre Geschäftslage ausgesprochen gut. Auch die Bauwirtschaft läuft weiter auf Hochtouren. Die intakte Konjunktur in den Dienstleistungsbranchen sorgt für weitere Impulse. Demgegenüber hält die Schwäche in der Industrie und im produktionsverbundenen Großhandel an. Mit etwas aufgehellten Lageurteilen in der Industrie zeigen sich aber erste Lichtblicke. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der 409 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen mit insgesamt rund 72.100 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen haben.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen im 4. Quartal 2019 besser als im Vorquartal eingeschätzt. 41 Prozent (Vorquartal 37 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen bezeichnen die aktuelle Lage als gut, während 12 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) der Betriebe mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Während wie im Vorquartal ein Fünftel der Unternehmen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf rechnet, blicken wie im Vorquartal 23 Prozent der Betriebe mit Skepsis in die Zukunft. Die Beschäftigungsplanungen der Unternehmen liegen bei einer leichten Verbesserung weiter im Minusbereich. 18 Prozent (Vorquartal 16 Prozent) der Betriebe planen die Schaffung neuer Arbeitsplätze. 22 Prozent (Vorquartal 21 Prozent) erwägen einen Personalabbau. Der Fachkräftemangel stellt trotz der abnehmenden konjunkturellen Dynamik mit 51 Prozent (Vorquartal 54 Prozent) noch immer ein großes Geschäftsrisiko für die Betriebe dar.

Belastung durch konjunkturelle und strukturelle Herausforderungen

Die konjunkturelle Zweiteilung bleibt auch am Jahresanfang 2020 bestehen. Während bei der Binnenkonjunktur der Konsum und die florierende Baubranche stützende Pfeiler sind, fällt die exportorientierte Industrie aufgrund von Handelskonflikten, globaler Investitionsschwäche und außenwirtschaftlicher Eintrübung derzeit als Wachstumstreiber aus. Das macht auch für dieses Jahr trotz erster Hoffnungsschimmer in der Industrie Sorge. Die Konjunktur dürfte sich 2020 seitwärts bewegen. Neben konjunkturellen Herausforderungen belasten immer mehr strukturelle Themen, wie Digitalisierung, Mobilität der Zukunft und Klimapolitik, die Unternehmen. Gerade deshalb sind die Betriebe auf gute Rahmenbedingungen in Deutschland angewiesen, wie den Ausbau einer modernen Infrastruktur, Investitionen in Bildung sowie eine geringere Steuerbelastung.

Die vollständigen Ergebnisse enthält der Konjunkturbericht unten zum Download.

Die Ergebnisse der nächsten Umfrage werden im Juli 2020 veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner
Dorothee Kienzle
Dorothee KienzleReferentin Volkswirtschaft
Tel.: 07131 9677-135Fax: 07131 9677-88-135dorothee.kienzle@heilbronn.ihk.de
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