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Aktueller Konjunkturbericht
DOKUMENTNUMMER: SPO009753

Aktueller Wirtschaftslagebericht

STU - Aktueller Konjunkturbericht - AKTUELLES | TERMINEWirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 3. Quartal 2019

Konjunktur kühlt weiter ab

Die Konjunktur im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken hat sich im Herbst 2019 weiter abgekühlt. Die befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage deutlich weniger günstig als im Sommer 2019. Gleichzeitig haben die negativen Stimmen hinsichtlich der Geschäftserwartungen zugenommen, so dass nun die Skepsis überwiegt. Im Branchenvergleich war die Industrie mit ihrer wirtschaftlichen Situation spürbar weniger zufrieden als im Vorquartal. Auch im Handel und im Dienstleistungssektor schätzen die Betriebe ihre momentane Geschäftslage ungünstiger als im 2. Quartal 2019 ein. Hingegen beurteilen die Betriebe im Baugewerbe ihre aktuelle Lage bei einem nur leichten Rückgang immer noch sehr gut. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der 404 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen mit insgesamt rund 72.200 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen haben.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen per saldo deutlich ungünstiger als im Vorquartal eingeschätzt. 37 Prozent (Vorquartal 47 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 13 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) mit der Geschäftslage unzufrieden sind. Die Geschäftserwartungen haben sich ebenfalls verschlechtert. Erstmals seit sieben Jahren liegt der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Stimmen knapp unter der Nulllinie. 21 Prozent (Vorquartal 20 Prozent) der Unternehmen erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung insgesamt, während 23 Prozent (Vorquartal 16 Prozent) mit Skepsis in die Zukunft blicken. Bei den Beschäftigungsplanungen der Betriebe überwiegen leicht die negativen Stimmen. Wie im Vorquartal planen 16 Prozent der Unternehmen eine Personalaufstockung, während 21 Prozent (Vorquartal 19 Prozent) einen Personalabbau in Betracht ziehen. Der Fachkräftemangel stellt mit 54 Prozent (Vorquartal 57 Prozent) nach wie vor ein großes Geschäftshemmnis für die Betriebe dar.

Trendwende gegenwärtig nicht in Sicht

Wie das Herbstergebnis der IHK-Konjunkturumfrage zeigt, nimmt die konjunkturelle Widerstandskraft der regionalen Wirtschaft ab. Das Stimmungsbild bei den Unternehmen fällt im 3. Quartal 2019 deutlich weniger günstig als im Sommer 2019 aus. Die exportorientierte Industrie leidet weiter unter dem rückläufigen Welthandel und der stagnierenden globalen Industriekonjunktur. Die Binnenkonjunktur bleibt davon nicht unberührt. Sie erweist sich bisher aber als recht robust. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte wie die private Konsumnachfrage oder die Nachfrage nach Bauleistungen wirken, teilweise etwas abgeschwächt, weiter. Eine konjunkturelle Trendwende zum Besseren ist gegenwärtig nicht in Sicht. Die Verunsicherung durch die Handelskonflikte und den Brexit hält an. Für die Betriebe ist es deshalb wichtig, dass zumindest hierzulande gute Rahmenbedingungen für ihre Geschäfte gesetzt werden. Dazu gehören weniger Bürokratie, eine geringe Steuerbelastung und mehr Investitionen in Infrastruktur.

Die vollständigen Ergebnisse enthält der beigefügte Konjunkturbericht zum Download.

Die Ergebnisse der nächsten Umfrage werden im Februar 2020 veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner
Dorothee Kienzle
Dorothee KienzleReferentin Volkswirtschaft
Tel.: 07131 9677-135Fax: 07131 9677-88-135dorothee.kienzle@heilbronn.ihk.de
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