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Aktueller Konjunkturbericht
DOKUMENTNUMMER: SPO008836

Aktueller Wirtschaftslagebericht

STU - Aktueller Konjunkturbericht - AKTUELLES | TERMINEWirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 2. Quartal 2018

Hochkonjunktur verliert Schwung

Der Aufschwung der regionalen Wirtschaft hat im 2. Quartal 2018 etwas an Fahrt eingebüßt. Angesichts der gestiegenen außenwirtschaftlichen Risiken verhalten sich die Unternehmen erst einmal abwartend. Die Industriekonjunktur ist trotz eines erneuten Rückgangs der Lageurteile in solider Verfassung. Auch die Geschäfte im Baugewerbe laufen bei einer geringfügig ungünstigeren Einschätzung der wirtschaftlichen Situation weiter auf Hochtouren. Im Großhandel hat die Beurteilung der Geschäftslage gegenüber dem Allzeithoch im Frühjahr etwas nachgegeben, während der Einzelhandel angesichts guter Rahmenbedingungen für den privaten Konsum eine stabile wirtschaftliche Situation meldet. Zu einer Verbesserung der Konjunkturlage ist es bei den Dienstleistern gekommen. Anhaltend positiv entwickelt sich bei einer leicht abgeschwächten Dynamik auch der Arbeitsmarkt. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der 428 Unternehmen mit insgesamt 87.600 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen haben.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen per saldo erneut etwas ungünstiger als im Vorquartal beurteilt. Die Einschätzungen liegen aber nach wie vor weit über dem historischen Mittelwert und in der Nähe des Rekordniveaus vom Jahresbeginn. 55 Prozent (Vorquartal 59 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen sprechen von einer guten Geschäftslage, während nur 3 Prozent (Vorquartal 4 Prozent) der Betriebe mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden sind. Auch die Geschäftserwartungen der Betriebe für die nächsten zwölf Monate haben leicht nachgegeben. 34 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) der Unternehmen erwarten einen günstigen Geschäftsverlauf, 7 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, wenngleich sich die Dynamik der Beschäftigungsplanungen etwas abgeschwächt hat. Ein Viertel (Vorquartal 26 Prozent) der Betriebe sieht einen Personalaufbau vor, während 9 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) Stellenstreichungen erwägen. Nach wie vor dämpft der Mangel an Fachkräften das Beschäftigungswachstum. 68 Prozent (Vorquartal 71 Prozent) der Unternehmen betrachten den Fachkräftemangel als zentrales Geschäftsrisiko.

US-Handelspolitik sorgt für Unsicherheit

Die regionale Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal verhaltener entwickelt. Insbesondere die Außen- und Handelspolitik der Vereinigten Staaten hat die Unsicherheit für die weitere Entwicklung erhöht. In der Wirtschaft hat dies zu einer abwartenden Haltung geführt, wovon auch die Investitionsbereitschaft betroffen ist. Die regionale Wirtschaft ist aber weiterhin in guter Verfassung. Die Auftragsbücher sind voll, die Kapazitäten über normal ausgelastet, Beschäftigung und Einkommen steigen und die Baukonjunktur läuft auf Hochtouren. Auch die Weltwirtschaft befindet sich insgesamt weiterhin im Aufschwung. Der ungewisse weitere Verlauf des Handelsstreits mit den USA und der näher rückende EU-Austritt Großbritanniens stellen jedoch erhebliche Risiken dar. Vor allem eine Eskalation des Handelskonflikts mit Amerika könnte die Konjunktur deutlich stärker bremsen als bisher.

Die Ergebnisse der nächsten Umfrage werden im Oktober 2018 veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner
Dorothee Kienzle
Dorothee KienzleDiplom-VolkswirtinReferentin Volkswirtschaft
Tel.: 07131 9677-135Fax: 07131 9677-119dorothee.kienzle@heilbronn.ihk.de
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