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Zoll
DOKUMENTNUMMER: INT010086

IMPORT: Schutzmaßnahmen der EU für den Import von Stahl- und Eisenerzeugnisse aktualisiert (Stand 1. Juli 2020)

Die neu gefassten Regelungen wurden mit der Durchführungsverordnung (EU) 2020/894 vom 29. Juni 2020 aktualisiert und sind seit 1. Juli 2020 in Kraft.

Die EU-Kommission hatte mit der Durchführungsverordnung (EU) 2019/159 endgültige Schutzmaßnahmen in Form von Zollkontingenten und Zusatzzöllen für bestimmte Stahlerzeugnisse eingeführt. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2020/894 hat die EU die Regelung zur Einführung endgültiger Schutzmaßnahmen gegenüber Einfuhren bestimmter Stahlerzeugnisse aktualisiert.

Die mengenmäßige Beschränkung und die Zusatzzölle sollen einer Überschwemmung des europäischen Marktes mit Einfuhren aus wichtigen Stahlerzeugerländern entgegenwirken und die europäische Stahlindustrie schützen.

Sobald die jeweiligen Mengengrenzen erreicht sind, fällt bei der Einfuhr neben dem Regelzollsatz ein zusätzlicher Zoll in Höhe von 25 Prozent an.

Die Regelung gilt seit dem 2. Februar 2019 für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Der betroffene Warenkreis ist in Anhang I der der Durchführungsverordnung (EU) 2019/159 gelistet. Es handelt sich um Waren ex Kapitel 72 (Eisen und Stahl) und ex Kapitel 73 (Waren aus Eisen und Stahl).

Im Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) 2020/894 sind die Kategorien aus Entwicklungsländern stammender Ursprungswaren gelistet, für die die endgültigen Maßnahmen gelten. Außerdem sind im Anhang II der genannten Verordnung die Mengen der Zollkontingente aufgelistet.

Von Zollkontingenten und Zusatzzöllen ausgenommen sind Stahlerzeugnisse mit Ursprung in Island, Liechtenstein, Norwegen sowie Botswana, Cote d’Ivoire, Eswatini, Fidschi, Ghana, Kamerun, Lesotho, Mosambik, Namibia und Südafrika.

Importeure der betroffenen Waren beantragen mit der Zollanmeldung zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr die Inanspruchnahme der Kontingente.

Der elektronische Zolltarif zeigt an, ob ein Kontingent noch nutzbar oder bereits erschöpft ist. Genauere Informationen über die  verfügbaren Kontingentsmengen bietet die Seite Konsultation Zollkontingente der EU-Kommission, die die Kontigente verwaltet.

Zu beachten ist dass, der Zusatzzoll erhoben wird, wenn der Importeur in der Zollanmeldung die Inanspruchnahme der Kontingente nicht beantragt.

Quelle: EUR-Lex

Ihr Ansprechpartner
Slim Derouiche
Slim DerouicheReferent Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-137slim.derouiche@heilbronn.ihk.de
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