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Zoll
DOKUMENTNUMMER: INT000671

IMPORT: Recherche von Antidumpingmaßnahmen

Einkäufer können böse Überaschungen ausschließen

Die Europäische Gemeinschaft kann Antidumping- und Antisubventionszölle verhängen, wenn Einfuhren in die Gemeinschaft die heimische Industrie schädigen können und die Waren gedumpt sind. Eine Ware gilt als gedumpt, wenn ihr Preis bei der Einfuhr in die Gemeinschaft niedriger ist, als im normalen Handelsverkehr mit anderen Drittländern.

Antidumpingzölle sollen den zu niedrigen Preis ausgleichen und liegen teilweise bei über 50%. Für Importeure ist es wichtig, rechtzeitig über geplante Antidumpingmaßnahmen informiert zu werden, da sie die höheren Abgaben normalerweise nicht weitergeben können.

Umfassende und aktuelle Informationen findet man im Antidumpingregister der Handelskammern Hamburg und Bremen. Aktuelle Informationen über neu eingeleitete Untersuchungs- und Überprüfungsverfahren bietet der kostenlose Newsletter-Service der Handelskammer Hamburg (Link im Anschluss an diesen Text.)

Auch im Elektronischen Zolltarif der deutschen Zollverwaltung (EZT) können neben den Drittlandszollsätzen die Antidumpingzölle abgefragt werden. Dabei sollte man beachten, dass die Zollsätze nur dann eindeutig bestimmt werden können, wenn die 11-stellige Codenummer (Zolltarifnummer) der Ware eingegeben wird. Diese kann wie folgt ermittelt werden:

1. Man klickt in der EZT-online Auskunftsanwendung (Link siehe unten) auf den Button "zur Einfuhr".
2. Dann gibt man die 8-stellige Codenummer ein und setzt ein Häkchen neben dem Feld "Wechsel in Warennommenklatur"
3. Weiter kommt in das Feld "Geographisches Gebiet" das Kürzel für das Herkunftsland der Ware hinein.
4. Schließlich klickt man links unten auf "Suche starten"
5. Es erscheint ein "Tarifbaum". Durch das Öffnen des entsprechenden Unterordners (auf Pluszeichen klicken) gelangt man zu der 11-stelligen Codenummer.

Unter der richtigen 11-stelligen Codenummer klickt man auf den Link "Maßnahmen". Dann erhält man eine Übersicht über die aktuell geltenden Antidumpingzölle, sofern für diese Codenummer welche existieren.

Wichtig:
Man sollte also noch vor der Bestellung im Drittland die 11-stellige Codenummer ermitteln und die Einfuhrabgaben nachvollziehen. Diese Recherche könnte die Einkaufsentscheidung beeinflussen.
Unternehmen, die nicht selbst verzollen, müssen dem Anmelder (Dienstleister) die 11-stellige Codenummer mitteilen, damit die Einfuhr korrekt angemeldet wird.

Ihr Ansprechpartner
Slim Derouiche
Slim DerouicheReferent Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-137Fax: 07131 9677-88-137slim.derouiche@heilbronn.ihk.de
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