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Zoll
DOKUMENTNUMMER: INT000672

IMPORT: Einfuhr von Holzverpackungen in die EU

Holzverpackungen, die aus Drittländern (mit Ausnahme der Schweiz) eingeführt werden, müssen besonders gegen Schädlingsbefall behandelt werden (gemäß ISPM-Standard Nr. 15).

Holzverpackungen die aus Drittländern (mit Ausnahme der Schweiz) eingeführt werden, müssen gemäß ISPM-Standard Nr. 15 gegen Schädlingsbefall behandelt sein.

Nicht betroffen sind
- Rohholzverpackungen mit einer Stärke von 6 mm und weniger
- verarbeitetes Holz (Holzwerkstoffe), das unter Verwendung von Leim, Hitze oder Druck oder einer Kombination hieraus hergestellt wurde (z. B. Sperrholz, Span- oder OSB-Platten)

Im Innergemeinschaftlichen Verkehr bzw. im Warenverkehr mit der Schweiz gelten die Bestimmungen für Holzverpackungen nicht.

Pflanzenbeschau

Der Pflanzenbeschau unterzogen werden Waren, die üblicherweise in Holzverpackungen geliefert werden. Dies sind Waren der Kapitel 25, 68, 69, 73, 74, 84 und 87. Die genauen Tarifpositionen der neuen Liste (Bundesanzeiger Nr. 37/2012) sowie weitere Einzelheiten zur Einfuhrabfertigung in Deutschland finden Sie unter weitere Informationen unter diesem Text.
Nach der EU-Richtlinie müssen Holzverpackungen seit dem 1. März 2006 zusätzlich entrindet sein. Dies wurde im Amtsblatt der EU L56 vom 2. März 2005 veröffentlicht. Alle übrigen Vorschriften des ISPM-Standard gelten seit 1. März 2005.

Behandlungsvorschriften / Rechtsgrundlage

Die EU-Regelung (Richtlinie Nr. 2004/102/EG) hält sich inhaltlich im Wesentlichen an die Bestimmungen des internationalen Bestimmung ISPM Nr. 15 für Verpackungsholz (Guidelines for regulating wood packaging material in international trade). Danach ist Verpackungsholz den dort aufgeführten Behandlungen zu unterziehen, um die Schädlingsfreiheit zu garantieren. Der Nachweis erfolgt durch Kennzeichnung nach dem in den ISPM Nr. 15 festgelegten Muster (Anlage II der Guidelines).

Als Besonderheiten der EG-Umsetzung gegenüber dem ISPM Nr. 15-Standard muss das Verpackungsholz zusätzlich entrindet (debarked) und mit DB gekennzeichnet sein.

Nach der EU-Richtlinie gilt die Behandlungspflicht auch für vor dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie (1. März 2005) hergestelltes, repariertes oder wiederverwertetes Verpackungsmaterial aus Holz.

Holzverpackungsmaterial mit Ursprung in China

Seit April 2013 wurden die Maßnahmen für die Einfuhr aus China verschärft. Grundlage für die Maßnahmen bei bestimmten chinesischen Erzeugnissen ist der Durchführungsbeschluss 2013/92/EU, veröffentlicht im Amtsblatt der EU L47 vom 20. Februar 2013. Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/728 vom 20. April 2017 werden die Maßnahmen bis 31. Juli 2018 weitergeführt.  

Darin ist festgelegt, dass Holzverpackungen für bestimmte Waren aus China vor der Zollabfertigung der Pflanzenbeschau unterzogen werden müssen. Diese Beschau muss am Eingangsort in die EU stattfinden. Ein Weiterversand an eine Binnenzollstelle ist nur nach ausdrücklicher Freigabe der zuständigen Pflanzenschutzbehörde am Eingangsort in einem besonderen Verfahren möglich.

In Anhang I finden Sie die spezifizierten Waren, bei denen eine Beschau stattfinden kann. Unter weitere Informationen finden Sie die vom Julius-Kühn-Institut zur Verfügung gestellte Dokumentation der Änderung des Durchführungsbeschluss 2015/474/EU, veröffentlicht im Amtsblatt der EU L76.

Ihr Ansprechpartner
Slim Derouiche
Slim DerouicheReferent Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-137Fax: 07131 9677-88-137slim.derouiche@heilbronn.ihk.de
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