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Statistik (INTRASTAT)
DOKUMENTNUMMER: INT005726

Intrastat: Die Erfassung des innergemeinschaftlichen Warenverkehrs

Mit den Intrastat-Meldungen wird der tatsächliche Warenverkehr von Gemeinschaftswaren zwischen den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union statistisch erfasst. Seit 1. Januar 2016 beträgt die Meldeschwelle für Eingänge nun 800.000 Euro.

Wer ist zur Auskunft verpflichtet?
Vereinfacht gilt: Im Versendungsfall ist in der Regel derjenige auskunftspflichtig, der eine innergemeinschaftliche Lieferung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (UStG) ausführt. Entsprechend ist im Eingangsfall grundsätzlich derjenige auskunftspflichtig, der einen innergemeinschaftlichen Erwerb im Sinne des UStG tätigt. Die Meldungen erfolgen für Versendungen und Eingänge getrennt. Jeder Auskunftspflichtige kann sich bei der Abgabe der Intrastat-Meldung durch einen Dritten, der allerdings in der EU ansässig sein muss, vertreten lassen.

Von der Meldepflicht sind in Deutschland umsatzsteuerpflichtige Unternehmen befreit, deren Versendungen in andere EU-Mitgliedstaaten bzw. Eingänge aus anderen EU-Mitgliedstaaten den Wert von 500.000 Euro bzw. 800.000 Euro im Vorjahr nicht überschritten haben. Es muss nur die Verkehrsrichtung gemeldet werden, für die die Meldeschwelle überschritten worden ist. Wird diese Wertgrenze erst im laufenden Kalenderjahr überschritten, so beginnt die Meldepflicht mit dem Monat, in dem die Schwelle überschritten wurde. 

Zum 1. Januar 2016 wurde die Meldeschwelle für Eingänge aus anderen EU-Staaten auf 800.000 Euro erhöht (bis 31.12.2015 500.000 Euro), die Schwelle für Versendungen in andere EU-Staaten liegt weiterhin bei 500.000 Euro.

Die EU schreibt keine einheitliche Erfassungsquote je Land vor, deswegen kommt es in den einzelnen Mitgliedstaaten zu unterschiedlichen Meldeschwellen. Eine Übersichtstabelle der Werte in den anderen EU-Mitgliedstaaten (Stand: 2015) befindet sich am Ende dieser Veröffentlichung.

Wie erfolgen die Meldungen?
Die Meldungen können nur noch elektronisch abgegeben werden. Zu zahlreichen Fragestellungen hat das Statistische Bundesamt ein Leitfaden zur Intrahandelsstatistik 2016 (Ausfüllanleitung) erstellt. Weiterführende Informationen finden Sie als Link beigefügt.

Meldeschwellen Intrastat (Stand: 2015)
Die Meldeschwelle bedeutet, dass z. B. ein belgisches Unternehmen Intrastatversendungsmeldungen ab einem innergemeinschaftlichen Jahresumsatz von 1.000.000 Euro (Versendungen in die anderen 27 Mitgliedstaaten) abgeben muss. Eingangsmeldungen muss das belgische Unternehmen ab einem Umsatz von 1.500.000 Euro abgeben.

Ansprechpartner zur Intrastat in den anderen EU-Staaten sind hier hinterlegt.

Mitgliedsstaat Meldeschwelle in Euro (Versendung) Meldeschwelle in Euro (Eingang)
Belgien 1.000.000 1.500.000
Bulgarien 112.484 189.178
Dänemark 671.000 805.000
Deutschland 500.000 800.000 (bis 31.12.15: 500.000)
Estland 130.000 200.000
Finnland 500.000 500.000
Frankreich 460.000 460.000
Griechenland 90.000 150.000
Großbritannien 312.300 1.873.800
Irland 635.000 191.000
Italien 200.000 200.000
Kroatien 130.600 235.000
Lettland 130.000 170.000
Litauen 215.000 290.000
Luxemburg 150.000 200.000
Malta 700 700
Niederlande 1.500.000 1.500.000
Österreich 750.000 750.000
Polen 373.355 714.711
Portugal 250.000 300.000
Rumänien 204.082 113.379
Schweden 450.000 900.000
Slowakische Republik 400.000 200.000
Slowenien 200.000 120.000
Spanien 400.000 400.000
Tschechische Republik 320.000 320.000
Ungarn 337.000 337.000
Zypern 55.000 100.000
Ihr Ansprechpartner
Ulrike Hörnstein
Ulrike HörnsteinSachbearbeiterin Außenwirtschaft
Tel.: 07131 9677-126Fax: 07131 9677-88-126ulrike.hoernstein@heilbronn.ihk.de
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