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Aktueller Konjunkturbericht
DOKUMENTNUMMER: SPO009672

Aktueller Wirtschaftslagebericht

STU - Aktueller Konjunkturbericht - AKTUELLES | TERMINEWirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 2. Quartal 2019

Ausblick deutlich gedämpft

Die Wirtschaft im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken erfährt im 2. Quartal 2019 weiter Gegenwind aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. Die exportorientierte Industrie durchlebt eine Durststrecke. Zwar bewegen sich die Lageurteile der Industriebetriebe noch immer auf überdurchschnittlichem Niveau, zunehmend skeptischer werden aber ihre Zukunftserwartungen. Die Binnenkonjunktur ist weiter intakt. Nach wie vor in guter Verfassung befindet sich das regionale Baugewerbe. Auch die Großhändler und der Dienstleistungssektor berichten über eine verbesserte Geschäftssituation. Etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Entwicklung zeigt sich der Einzelhandel. Insgesamt sind die Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate aufgrund der unkalkulierbaren Risiken Brexit und Handelskonflikte deutlich gedämpft. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der 401 Unternehmen mit insgesamt rund 69.800 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen haben.

Die regionalen Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage im 2. Quartal 2019 geringfügig besser als im Vorquartal. 47 Prozent (Vorquartal 44 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe berichten von einer guten aktuellen Lage, während 8 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) der Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Die Lageeinschätzungen bleiben damit auf einem im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich hohen Niveau. Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich hingegen erneut verschlechtert. Es überwiegen nur noch leicht die optimistischen Stimmen. Während ein Fünftel (Vorquartal 26 Prozent) der Betriebe von einer günstigeren Geschäftsentwicklung ausgeht, zeigen sich 16 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsverlaufs skeptisch. Bei den Beschäftigungsplanungen der Unternehmen sind Spuren der konjunkturellen Abschwächung erkennbar. Der Saldo aus positiven und negativen Stimmen liegt mittlerweile leicht im negativen Bereich. Im Einzelnen sehen 16 Prozent (Vorquartal 23 Prozent) der Unternehmen Neueinstellungen vor, während 19 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) eine Reduzierung der Beschäftigtenzahl erwägen. Nach wie vor stellt der Fachkräftemangel mit 57 Prozent (Vorquartal 62 Prozent) das größte Geschäftshemmnis für die Unternehmen dar.

Botschaft hinsichtlich weiterer Aussichten ernüchternd

Die Botschaft der aktuellen Konjunkturumfrage hinsichtlich der weiteren Aussichten ist ernüchternd. Angesichts der schwachen Weltkonjunktur, schwelender Handelskonflikte, dem noch immer ungelösten Brexit und wachsenden geopolitischen Risiken sind die vorsichtigen Erwartungen und zurückhaltenderen Investitionsplanungen der Unternehmen aber verständlich. Soll es nur bei einer Konjunkturdelle bleiben, sind nun dringend positive Signale notwendig. Bisher setzt die Binnennachfrage ein Gegengewicht zu den außenwirtschaftlichen Belastungen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob sich die globale Risikosituation zumindest teilweise entspannt, die Weltwirtschaft wieder mehr an Schwung gewinnt und die Industrieflaute endet, bevor sie sich noch stärker auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise auch in den Binnenbranchen niederschlägt.

Die vollständigen Ergebnisse enthält der beigefügte Konjunkturbericht zum Download.

Die Ergebnisse der nächsten Umfrage werden im Oktober 2019 veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner
Dorothee Kienzle
Dorothee KienzleReferentin Volkswirtschaft
Tel.: 07131 9677-135Fax: 07131 9677-88-135dorothee.kienzle@heilbronn.ihk.de
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