07.05.2021

Erweiterung der Förderrichtlinie - Auftrags- und Verbundausbildung

Durch die Zweite Förderrichtlinie des Bundesbildungsministeriums sind Weiterentwicklungen bei der Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung vorgesehen.
Die Fördervoraussetzungen sollen flexibilisiert, die Förderbeträge laufzeitabhängig gestaffelt und erhöht werden. Die Förderung soll einem größeren Kreis an Unternehmen zugänglich gemacht werden. Künftig soll auch die Förderung des Auszubildende zeitweise abgebenden Stammausbildungsbetriebes möglich sein. Die Änderungen beinhalten folgende Punkte:
  • Zur Unterstützung einer oder mehrerer aufgrund der Pandemiebelastung des Ausbildungsbetriebs kurzfristig notwendigen Auftrags- oder Verbundausbildungen wird nun ein Zuschuss in Höhe von 450 Euro pro Woche, maximal 8.100 Euro gewährt.
  • Antragsberechtigt ist entweder der Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden oder – unabhängig von der Größe - der aufnehmende Betrieb oder ein Bildungsträger bspw. eine überbetriebliche Berufsbildungsstätte.
  • Die Mindestdauer der förderfähigen Auftrags- und Verbundausbildung beträgt künftig nur noch vier Wochen.
  • Eine wiederholte Förderung bis zum Höchstbetrag ist möglich.
Um Auszubildende stärker bei dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung unter die Arme zu greifen, sollen im Jahr 2021 außerdem besonders pandemie-betroffene Betriebe mit Zuschüssen zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge unterstützt werden, wenn sie ihren Auszubildenden Plätze in solchen - auch digitalen - Lehrgängen zur Verfügung stellen. Dafür können Ausbildungsbetriebe je Auszubildender/n einmalig 50 Prozent der Kosten für einen Vorbereitungslehrgang erhalten, maximal jedoch 500 Euro.
Mit dem Inkrafttreten der geänderten zweiten Förderrichtlinie können diese Förderungen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See beantragt werden.