21.04.2021

Neuerungen zum Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt das Bundesbildungsministerium Ausbildungsbetriebe in allen Bereichen der Wirtschaft und ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen, die in der aktuellen Situation wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, und hilft, dass Auszubildende auch bei pandemiebedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können.
Das Bundeskabinett hat am 17. März 2021 eine weitere Ausweitung und Weiterentwicklung der Förderungen beschlossen. Die angepasste Erste Förderrichtlinie wurde am 26.März 2021 veröffentlicht.
Hier die wesentlichen Neuerungen zum Förderprogramm des Bundes „Ausbildungsplätze sichern“ zusammengefasst:
  • Nahtlose Verlängerung der Ausbildungsprämien für Frühjahr 2021: Die Förderung mit Ausbildungsprämien wird bis zum 31. Mai 2021 verlängert. (Ursprünglich bis 15. Februar 2021)
  • Für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, wird die neue (höhere) Fördersystematik in Kraft gesetzt: Verdoppelung der Ausbildungsprämien (von derzeit 2.000 beziehungsweise 3.000 Euro auf 4.000 respektive 6.000 Euro). Der dazugehörige Antrag wird voraussichtlich ab KW 22 auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit verfügbar sein (siehe Link zur Agentur)
  • Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit werden bis Ende 2021 verlängert und die Förderung mit Inkrafttreten der Änderungen deutlich verbessert: Zukünftig wird zusätzlich die Hälfte der Brutto-Vergütung des Ausbilders (gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale) übernommen. Auch hier folgt eine Erweiterung der Unternehmensgröße auf kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden. 
  • Als neue Leistung wird ein "Lockdown II-Sonderzuschuss" für Kleinstunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitenden eingeführt. Dieser wird einen einmaligen Zuschuss von 1.000 Euro je Azubi beinhalten, wenn die Geschäftstätigkeit aufgrund coronabedingter behördlicher Anordnung eingestellt oder nur in geringem Umfang weitergeführt werden konnte, die Ausbildung aber gleichwohl an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.  
  • Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und wie die neue Ausbildungsprämie plus auf 6.000 Euro angehoben. Außer bei Insolvenz wird auch eine Förderung möglich sein, wenn die Kündigung durch den Ausbildungsbetrieb erfolgt ist oder droht, weil diesem die Fortführung der Ausbildung in Folge der Coronakrise bis zum Ende nicht mehr möglich oder zumutbar ist. 
Die entsprechenden Antragsformulare erhalten Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit – siehe Link unter “Weitere Informationen”.