08.04.2021

Fachtagung „Radonsicheres Bauen und Sanieren“

Das Radon-Forum Baden-Württemberg der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ist ein Netzwerk rund um das Thema „radonsicheres Bauen und Sanieren“.
Die erste Fachtagung des Radon-Forums findet am 28. April 2021 von 9 bis 13 Uhr online statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Expertinnen und Experten der LUBW, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und der freien Wirtschaft informieren zu rechtlichen Vorgaben und technischen Lösungen im Zusammenhang mit dem Innenraumschadstoff Radon. Radonschutz leistet einen wichtigen Beitrag zum gesunden und nachhaltigen Bauen und ist seit dem Jahr 2019 verpflichtend.
Zielgruppen sind:
  • Bau- und Handwerksunternehmen
  • Architektur- und Planungsbüros
  • Öffentliche und private Immobilienverwaltungen
  • Fachbehörden
  • Radonfachleute
Was bietet das Radon-Forum? 
  • Vernetzung aller am Bau beteiligten Fachleute und Behörden
  • Vorträge zu Radon, Radonvorsorgegebieten und technische Regeln in der Bauausführung
  • Erfahrungsaustausch über erprobte und neue bautechnische Lösungen
  • Informationen über gesetzliche Vorgaben zum Schutz vor Radon
Interessierte können sich bis zum 16. April 2021 auf der LUBW-Webseite Radioaktivität/Radon-Forum anmelden. Dort steht auch das Veranstaltungsprogramm zum Herunterladen bereit.
Hintergrundinformationen: Radon und Gesundheitsschutz
Radon ist ein nicht wahrnehmbares radioaktives Gas. Es entsteht durch den natürlichen Zerfall von Uran im Boden. Es kann über undichte Stellen in Gebäude eindringen und sich in Innenräumen anreichern. Es gilt als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der Gesetzgeber hat neue Regelungen zum Schutz vor Radon geschaffen und einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) für die Radonmenge in Innenräumen festgelegt. Nur Messungen schaffen Klarheit über die Radonsituation in einem Gebäude. Daher wird grundsätzlich empfohlen, Radon zu messen. Als Bewertungsmaßstab der Messergebnisse dient der gesetzliche Referenzwert.
Seit dem Jahr 2020 weisen die Bundesländer Radonvorsorgegebiete aus. Dies sind Gebiete, in denen mit höherer Wahrscheinlichkeit als im Bundesdurchschnitt der Referenzwert für Radon in Innenräumen überschritten wird. Dort gelten besondere gesetzliche Pflichten bei der Errichtung von Gebäuden sowie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Das Wissen um die Relevanz des Schutzes vor Radon wächst in der Bevölkerung aufgrund der Regelungen, medialer Resonanz sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Bauliche Maßnahmen wie eine energetische Sanierung können die Radonmenge in einem Gebäude erhöhen. Der Radonschutz sollte beim Bauen und Sanieren daher immer mit einbezogen werden. Auch außerhalb der Radonvorsorgegebiete ist das Thema relevant. Radonschutz betrifft alle im Bau- und Immobilienbereich Tätigen: Bau- und Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros, öffentliche und private Immobilienverwaltungen, Fachbehörden sowie Radonexpertinnen und Radonexperten.
Weitere Informationen zum Thema Radon erhalten Sie bei der Radonberatungsstelle der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. 
Quelle: LUBW