09.04.2021

Investitionsprogramm für Fahrzeughersteller und Zulieferer

Das neue Förderprogramm ist Teil eines ganzheitlichen Förderansatzes zur Unterstützung von Zukunftsinvestitionen der Fahrzeughersteller und Zulieferbetriebe zur Bewältigung des anstehenden Transformationsprozesses in der Fahrzeugindustrie.
Welche Investitionen werden gefördert?
Gefördert werden Investitionen in die Erweiterung und Optimierung von Produktionsanlagen und –prozessen sowie flankierende Investitionen für den Aufbau von Unternehmenskompetenzen insbesondere in folgenden Bereichen:
  • Anschaffung neuer Produktionsanlagen (beispielsweise Maschinen, Geräte inklusive der für den Betrieb notwendigen Soft- und Hardware)
  • Industrie 4.0-fähige Infrastruktur
  • Einbindung digitale Konzepte in Fertigungs- und Wertschöpfungsprozesse
  • einhergehende Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit
  • einhergehende Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz
  • flankierende Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
Welche Unternehmen sind antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft der Fahrzeug- und Zulieferindustrie aller Arten bodengebundener Fahrzeuge mit ziviler Nutzung, die wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind sowie Unternehmen mit bedeutenden Bezügen zur Fahrzeug- und Zulieferindustrie. Bedeutende Bezüge liegen vor, wenn das Unternehmen mindestens 75 % seiner Umsätze durch die Fahrzeug- und Zulieferindustrie generiert. Die Unternehmen müssen vor dem 01.01.2019 gegründet worden sein.
Für Förderanträge nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 ist ein Umsatzrückgang von mindestens 15 % nachzuweisen. Hierzu werden die Umsätze der Monate April bis Juni 2020 gegenüber dem Vorjahr herangezogen. Der anzugebende Zeitraum ist kumuliert zu betrachten.
Wie hoch ist die Förderung?
Das BAFA gewährt einen anteiligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss zu den förderfähigen Ausgaben. Der Fördersatz und die Förderhöhe richtet sich nach der beihilferechtlichen Grundlage (Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 oder alternativ Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung AGVO), auf welcher der Antrag gestellt wird.
Nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 wird einmalig ein Zuschuss in Höhe von bis zu
  • 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Investitionen bis 400.000 Euro oder
  • 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Investitionen bis 1.200.000 Euro oder
  • 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Investitionen bis 3.500.000 Euro oder
  • 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Investitionen bis 9.000.000 Euro gewährt.
Ausführliche Informationen zu dem Förderprogramm und zum Antragsverfahren gibt es auf der Homepage des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).