18.03.2021

Änderung der Länderliste im APS-System

Das Schema des Allgemeinen Präferenzsystems für Entwicklungsländer, APS (Generalised Scheme of Preferences, GSP), wurde mit Verordnung (EU) Nr. 978/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates zum 1. Januar 2014 neu geregelt.
Das APS-Schema 2014 ist gültig bis zum 31. Dezember 2023, also 10 Jahre. Die Sonderregelung für die am wenigsten entwickelten Länder gilt sogar unbegrenzt.
Die Kriterien für die Gewährung von Zollpräferenzen im Rahmen der Regelung des Schemas allgemeiner Zollpräferenzen sind in Artikel 4 der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 festgelegt:
  • Ein Land, das von der Weltbank in drei aufeinanderfolgenden Jahren als Land mit hohem oder mittlerem Einkommen/obere Einkommenskategorie eingestuft wurde, kann nicht mehr in den Genuss der APS-Präferenzen kommen.
  • Gleiches gilt für Länder, für die eine andere Regelung für einen präferenziellen Marktzugang gilt, in deren Rahmen praktisch für den gesamten Handel dieselben Zollpräferenzen wie im Rahmen des APS oder sogar bessere gewährt werden.
Zwei Länder werden von der Liste der APS-begünstigten Länder gestrichen:
Armenien wird mit Wirkung vom 1. Januar 2022 aus der Liste der APS-begünstigen Länder gestrichen. Armenien wurde in den Jahren 2018-2020 als Land mit mittlerem Einkommen/obere Einkommenskategorie eingestuft.
Vietnam wird mit Wirkung vom 1. Januar 2023 aus der Liste der APS-begünstigen Länder gestrichen. Zwischen Vietnam und der EU besteht ein Freihandelsabkommen, das am 1. August 2020 in Kraft getreten ist.
Quellen: EUR-Lex, GTAI