30.09.2021

Steuereinnahmen im Juli 2021: Kräftiger Zuwachs von 12,5 Prozent

Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) stiegen im Juli 2021 um 12,5 Prozent gegenüber Juli 2020. Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sind weiterhin spürbar. Im Vergleich zum Juli 2019 fielen die Steuereinnahmen im Juli 2021 nur noch um 1,7 Prozent niedriger aus. Eine stabile Erholung ist erkennbar.
Die Einnahmen aus den Gemeinschaftssteuern lagen insgesamt um 17,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dazu trugen neben Zuwächsen bei der veranlagten Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer sowie der Lohnsteuer auch deutliche Mehreinnahmen bei der Einfuhrumsatzsteuer bei, wobei letztere auf einer geänderten Vorjahresbasis beruhen.
Gemischtes Bild bei den einzelnen Steuerarten
Bei den Bundessteuern ergab sich im Juli ein Einnahmerückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,8 Prozent.
Die Einnahmen aus den Ländersteuern stiegen sehr kräftig um 21 Prozent, u.a. aufgrund starker Zuwächse der Einnahmen aus der Erbschaftsteuer (+30,9 Prozent) und der Grunderwerbsteuer (+22 Prozent). Die Einnahmen aus den Ländersteuern liegen bereits um 22 Prozent über dem Vor-Corona-Ergebnis von Juli 2019.
Januar-Juli 2021: Wirtschaftliche Erholung bringt stabiles Einnahmenwachstum
Die Entwicklung der Steuereinnahmen in den ersten sieben Monaten zeigt eine fortgesetzte Belebung der deutschen Wirtschaft: Das Steueraufkommen insgesamt ist um 6,3 Prozent gegenüber Januar-Juli 2020 gestiegen. Die Einnahmen aus den Gemeinschaftssteuern legten in diesem Zeitraum um 9,3 Prozent zu; das Aufkommen der Ländersteuern stieg um 11,9 Prozent. Die Einnahmen aus den Bundessteuern liegen immer noch mit 7,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden
Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen verzeichneten von Januar bis Juli 2021 einen Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber dem Ergebnis der ersten sieben Monate des Jahres 2020. Die Länder verbuchten für den Zeitraum von Januar bis Juli 2021 einen Zuwachs von 8,8 Prozent. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den Gemeinschaftssteuern liegen mit 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.