15.02.2021

Kürzere Frist im Vorsteuer-Vergütungsverfahren mit GB nach Brexit

Auch nach dem Brexit können sich deutsche Unternehmen in UK gezahlte Umsatzsteuer erstatten lassen.
Für Umsatzsteuerbeträge, die im Jahr 2020 gezahlt wurden, müssen Anträge spätestens bis zum 31. März 2021 über das BZStOnline-Portal (BOP) beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) eingereicht werden.
Seit Jahresbeginn ist UK umsatzsteuerlich ein Drittland. Unternehmen können sich auch weiterhin in UK gezahlte Umsatzsteuer erstatten lassen. Für Umsatzsteuerbeträge, die im Jahr 2020 gezahlt wurden, gelten noch die Vorschriften für Erstattungen zwischen EU-Mitgliedstaaten. Das betrifft sowohl das materielle Recht, also beispielsweise die Frage, für welche Leistungen die Vorsteuer-Erstattung anzuwenden ist, also auch das elektronische Antragsverfahren über BOP beim BZSt. Dabei ist eine deutlich kürzere Antragsfrist zu beachten.
Anträge für Vorsteuer-Vergütungen für das Jahr 2020 müssen spätestens bis zum 31. März 2021 bei den zuständigen Behörden eingereicht werden. 
Ab 1. Januar 2021 gezahlte Vorsteuerbeträge sollen künftig über das sog. Drittstaaten-Verfahren erstattet werden. Dazu müssen entsprechende Anträge direkt bei den britischen Finanzbehörden eingereicht werden. Die Liste der sogenannten Gegenseitigkeit soll angepasst werden.