Geld & Märkte | 16.12.2021

Wirtschaftspartner USA

Die künftige US-amerikanische Wirtschaftspolitik ist auch für viele deutsche Unternehmen ein sehr relevantes Thema – schließlich waren die USA in den vergangenen fünf Jahren das wichtigste Abnehmerland für deutsche Waren. 
.Im Jahr 2019 hat Deutschland Waren im Wert von 119 Milliarden Euro in die USA exportiert. Damit waren die USA weiterhin der wichtigste Exportpartner Deutschlands. Unter anderem gingen im vergangenen Jahr zwölf Prozent aller deutschen Kfz-Ausfuhren (27 Milliarden Euro) und 18 Prozent aller deutschen Pharma-Ausfuhren (15 Milliarden Euro) in die Vereinigten Staaten. In den ersten acht Monaten des Jahres 2020 sanken die US-Exporte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum allerdings um 17 Prozent.
Der Wert der deutschen Importe aus den USA belief sich 2019 auf 71 Milliarden Euro. Das entspricht 6,5 Prozent der hiesigen Einfuhren, die USA belegten damit Rang drei der wichtigsten Importpartner Deutschlands. In den ersten acht Monaten 2020 lagen die Einfuhren aus den USA jedoch um 5,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das bilaterale Handelsvolumen betrug 2019 insgesamt 190 Milliarden Euro. Das bedeutet fast acht Prozent des deutschen Gesamthandels; die USA rangierten damit auf Rang drei der Handelspartner Deutschlands.

Mehr deutsche Direktinvestitionen in den USA als anderswo

Die deutsche Wirtschaft hat in den USA einen Investitionsbestand von über 470 Milliarden Euro aufgebaut – das ist mehr als in jedem anderen Land der Welt. 24 Prozent aller deutschen Auslands-Direktinvestitionen gehen in die Vereinigten Staaten. Über 5.400 deutsche Unternehmen sind den USA präsent und beschäftigten dort mehr als 900.000 Menschen. Umgekehrt belaufen sich die US-Investitionen in Deutschland auf 79 Milliarden Euro. Rund 1.300 US-amerikanische Firmen sind in Deutschland aktiv, 208.000 Menschen stehen bei ihnen in Lohn und Brot.
Quellen: DIHK, Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank

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Dalila Nadi
Dalila Nadi
Referentin Außenwirtschaft