Geld & Märkte | 09.04.2021

Corona zum Trotz

Weltmarktführer, Exportweltmeister, Hidden Champions: Deutsche Unternehmen sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit gefragt sind. Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) helfen seit über 125 Jahren aus dem nationalen einen internationalen Erfolg zu machen. AHKs bauen Brücken, schaffen Zugänge, vermitteln Kontakte und lösen Probleme.
Gerade in Coronazeiten, in denen das internationale Reisen stark eingeschränkt ist, unterstützen die AHKs deutsche Unternehmen mit innovativen Lösungen dabei, internationale Märkte erfolgreich weiter zu erschließen. „In diesen schwierigen Zeiten haben die AHKs bereits spezielle Angebote entwickelt und arbeiten weiter an neuen Ideen und Konzepten, um Unternehmen tagesaktuell und gezielt zu beraten und zu informieren“, unterstreicht Benjamin Leipold, Leiter des Bereichs AHK-Netz im Deutschen Industrie- und Handelskammertag e. V.
Egal ob es um einen Messebesuch, eine Geschäftspartnersuche oder Hilfestellung bei der Einreise geht, die AHKs bieten passende Lösungen in dieser herausfordernden Zeit, damit Unternehmen vor Ort sein können.

Mit Virtual Reality (fast) direkt vor Ort

Am besten macht man sich immer selbst ein Bild. Da dies während der Corona-Pandemie oft nur schwer möglich ist, bieten die AHKs innovative Unterstützung. Ausgestattet mit von der AHK bereitgestellten Virtual Reality-Brillen und Livebegleitung der AHK-Kollegen vor Ort, können lokale Unternehmen bei Veranstaltungen oder im Betrieb besucht werden. Vertriebspartner oder Produzenten im Zielmarkt finden und Wartungen und Qualitätssicherung durchführen – die AHK unterstützt dabei. Die AHKs bieten Unternehmen an, sie direkt vor Ort auf der Messe im Zielland zu unterstützen. Im Vorfeld werden Fragen und Ziele für die Messe mit der AHK definiert und die AHK nimmt die Unternehmen im Anschluss live auf die Messe mit, um sie dort zu vertreten.

Es geht wieder los: AHK-Charterflüge bringen Unternehmen zurück zum Auslandsstandort

Im vergangenen Jahr haben AHKs weltweit Charterflüge für deutsche Unternehmensvertreter organisiert, die pandemiebedingt nicht an ihre Einsatzorte zurückkehren konnten. Ende Mai 2020 startete der erste Charterflug von Frankfurt nach Tianjin und es folgten an die 20 weitere AHK-Charterflüge nach China, Vietnam, Saudi-Arabien und Russland. Und auch für Standorte, zu denen (noch) keine Charterflüge abheben, stellen die AHKs tagesaktuelle Einreise- und Quarantäneinformationen auf ihren Webseiten zur Verfügung.

Neue Technologietrends und Investitionsstandorte identifizieren

Die Coronapandemie hat viele Unternehmen dazu bewegt, ihre Investitionsstandorte zu diversifizieren und ihre Prozessabläufe stärker zu digitalisieren. Das globale AHK-Netz mit seinen über 140 Standorten in 92 Ländern ist seit vielen Jahren als Trend-Scouter aktiv. Internationale Start-ups und neue Technologien mit den AHKs kennenlernen. Und falls Unternehmen einen traditionellen Vertriebs- oder Produktionspartner oder den richtigen Investitionsstandort suchen, können die virtuellen Business Matching- und Sprechtage-Angebote der AHKs genutzt werden. Am 30. Juni 2021 können Interessierte die AHK-Kollegen und Kolleginnen auf dem 10. Export-Forum der Industrie- und Handelskammern (IHK) aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland virtuell treffen und ihre Fragen zum Auslandsgeschäft stellen.
 

Kontakt

Ulrike Hörnstein
Sachbearbeiterin Außenwirtschaft