Geld & Märkte | 30.07.2021

Invest BW wird fortgesetzt

Der Ministerrat hat für die Fortschreibung des Programms eine zweite Tranche von bis zu 200 Millionen Euro bewilligt. Dies geht aus einer  Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg hervor. Die weiteren Mittel sollen die große Programmnachfrage decken und noch mehr marktgängige Innovationsvorhaben der experimentellen Entwicklung gezielt unterstützen. Für Einzelvorhaben sollen künftig Zuschüsse von bis zu einer Million Euro und für Verbundvorhaben bis zu drei Millionen Euro gewährt werden. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig stärken und einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg leisten.
Invest BW wurde im Dezember 2020 als das größte branchenoffene Innovations- und Investitionsförderprogramm in der Geschichte des Landes beschlossen. In einer ersten Tranche wurden 150 Millionen Euro für die einzelbetriebliche Förderung und für Maßnahmen zur Stärkung des Forschungsstandortes Baden-Württemberg bereit gestellt.  
Nach der ersten Förderbekanntmachung von Januar bis April 2021 sind insgesamt 346 Anträge mit einem Fördervolumen von 159 Millionen Euro eingegangen, womit Innovations- und Investitionsvorhaben bis zu 494 Millionen Euro umgesetzt werden sollen. Nachdem die verfügbaren Fördermittel aus der ersten Tranche bereits deutlich überzeichnet waren, musste am 16. April 2021 eine Antragspause eingelegt werden.
Antragstellung voraussichtlich ab Herbst möglich
Für die Fortschreibung von Invest BW stehen bis Ende 2022 nun insgesamt weitere 200 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ zur Verfügung. Nach der Antragspause soll voraussichtlich im Herbst eine Antragstellung mit angepassten Förderkonditionen wieder möglich sein.
In der Innovationsförderung sollen bis Ende 2022 regelmäßige technologieoffene Förderaufrufe ausgeschrieben werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe aus Baden-Württemberg, bei Verbundvorhaben auch gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus dem Land. Die Fördersätze sind abhängig von der Unternehmensgröße und den beihilferechtlichen Vorgaben. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten hierbei besonders attraktive Förderkonditionen. 
Die Investitionsförderung soll auf Vorhaben von übergeordneter volkswirtschaftlicher Bedeutung begrenzt werden; hierzu wird es zunächst keinen weiteren Förderaufruf geben.
Ein erster Förderaufruf soll spätestens im Herbst 2021 auf der Internetseite des beauftragten Projektträgers „VDI/VDE Innovation + Technik GmbH“ veröffentlicht werden.
Industrie- und Handelskammern begrüßen Fortsetzung
Der  Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag begrüßt den Beschluss der Landesregierung. „Die Fortsetzung von Invest BW ist ein wichtiges Signal für Innovationen im Südwesten“, so BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke. 
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

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Martin Neuberger
Martin Neuberger
Referent Wirtschaftsförderung