03.11.2021

Verarbeitendes Gewerbe

Die Corona-Pandemie traf die Industrie im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken im Jahr 2020 mit voller Wucht und sorgte für eine rückläufige Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung. Die aktuelle Tendenz stimmt jedoch zuversichtlich.
Die 910 Industrieunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten in der Region Heilbronn-Franken, neben den Regionen Stuttgart und Mittlerer Oberrhein die drittumsatzstärkste Industrieregion im Südwesten, erzielten im Jahr 2020 Gesamterlöse in Höhe von 34,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um minus 4,3 Prozent. Landesweit sanken die Industrieumsätze um 6,3 Prozent. Der Umsatz mit ausländischen Kunden nahm in der Region Heilbronn-Franken um minus 1,7 Prozent ab und erreichte ein Volumen von 17,9 Milliarden Euro. Die Exportquote lag bei 51,6 Prozent. Die Inlandsumsätze fielen um minus 6,9 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro.
Auch die Zahl der Industriearbeitsplätze entwickelte sich im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Industriebeschäftigten um 4.769 Personen auf 140.516 im Jahr 2020. Allerdings ist die aktuelle Tendenz im Jahr 2021 wieder deutlich positiver, wie die neuesten monatlichen Industriestatistiken zeigen.

1. Entwicklung im Jahr 2020 – Jahreszahlen

Kreisdiagramm Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Region Heilbronn-Franken 2020 nach Branchen

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Verarbeitendes Gewerbe Region Heilbronn-Franken nach Branchen 2020

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2. Langfristige Entwicklung

Seit der Gebietsreform von 1973 hat die Region Heilbronn-Franken ihren heutigen Zuschnitt. Seither hat sich die Industrie im IHK-Bezirk überdurchschnittlich dynamisch entwickelt. Der Umsatz der heimischen Industrieunternehmen stieg seit 1973 um das Zehnfache an. Im Land Baden-Württemberg erhöhte sich der Umsatz im gleichen Zeitraum nur um das Sechsfache.

Verarbeitendes Gewerbe in der Region Heilbronn-Franken 1973-2020

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