22.12.2021

Land verlängert Corona-Hilfsprogramme

Der Ministerrat des Landes hat am 21. Dezember neben der Umsetzung der Corona-Bundesprogramme Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022 die Verlängerung der Corona-Hilfsprogramme des Landes beschlossen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg hervor.
Der fiktive Unternehmerlohn und der Tilgungszuschuss Corona können damit über das Jahr 2021 hinaus beantragt werden. Auch die Beratungsangebote im Rahmen der Krisenberatung Corona werden fortgeführt. Die Landeshilfen sollen Lücken in der Förderung schließen und besonders betroffene Branchen unterstützen.
Fiktiver Unternehmerlohn ergänzt weiterhin Überbrückungshilfe
Der fiktive Unternehmerlohn wird analog zur Überbrückungshilfe IV verlängert und kann künftig im Rahmen der Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV auf der Plattform des Bundes für den Zeitraum Januar bis März 2022 beantragt werden. Voraussetzung ist eine Antragsberechtigung für die Überbrückungshilfe IV im selben Zeitraum. Der fiktive Unternehmerlohn in Höhe von 1.000 Euro je Fördermonat sichert insbesondere die Existenz von Soloselbständigen sowie Inhabern von Personengesellschaften und Einzelunternehmen, denn viele von ihnen beziehen keine eigenen Gehälter. 
Tilgungszuschuss wird verlängert
Mit dem Tilgungszuschuss Corona werden Unternehmen und Soloselbständige des Schaustellergewerbes, der Veranstaltungs- und Eventbranche, des Taxi- und Mietwagengewerbes bereits seit September 2020 sowie Dienstleistungsunternehmen des Sports, der Unterhaltung und Erholung seit Juni 2021 unterstützt. Für die Fortführung bis März 2022 wird der Zugang zusätzlich erleichtert: Der zur Antragstellung qualifizierende Umsatzrückgang wird von bisher 60 auf nun 50 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum im Jahr 2019 abgesenkt.
Krisenberatung Corona bietet Unterstützung
Neben den finanziellen Hilfen benötigen viele kleine Unternehmen in der aktuellen Situation niederschwellige Beratungsangebote. Das Spektrum der Krisenberatung Corona reicht von Liquiditätsproblemen bis hin zu Strategien zum Neustart. Deshalb wird die kostenlose Krisenberatung weitergeführt. Die Beratung wird von den Beratungsdiensten RKW Baden-Württemberg (für die Industrie, Freie Berufe und Dienstleistungen), BWHM – Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (für das Handwerk), DEHOGA Beratung (Gastgewerbe) und Unternehmensberatung Handel (für den Handel) übernommen. Den Betrieben stehen bis zu vier kostenlose Beratungstage zur Verfügung.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg