28.07.2021

Neustarthilfe für Soloselbständige

Soloselbständige, die von der Corona Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. 

1. Wer kann einen Antrag stellen

Für die Neustarthilfe grundsätzlich antragsberechtigt sind selbständig erwerbstätige Soloselbständige aller Branchen, wenn sie ihre Tätigkeit im Haupterwerb ausüben und weniger als eine Angestellte bzw. einen Angestellten (Vollzeit-Äquivalent) beschäftigen, und deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. 
Die Neustarthilfe erhalten können Soloselbständige, die nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Eine gleichzeitige Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe ist nicht möglich.
Im Rahmen der Neustarthilfe können auch Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, die kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen ausüben, sowie unständig Beschäftigte mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen von unter einer Woche berücksichtigt werden.

2. Höhe der Neustarthilfe 

Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

3. Antragstellung und Auszahlung 

Die Antragsfrist wurde bis zum 31. Oktober 2021 verlängert. Natürliche Personen können entweder einen Direktantrag (mit ELSTER-Zertifikat) oder einen Antrag über einen prüfenden Dritten stellen.  Kapitalgesellschaften müssen den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen; ein Direktantrag ist nicht möglich. 
Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.
Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung. Die Neustarthilfe wird wie die anderen Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe als steuerbarer Zuschuss gewährt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Hier finden Sie ein Tutorial zum Antrag auf Neustarthilfe. Weitere Details der Neustarthilfe werden in den beigefügten Links erläutert. 

Mittlerweile gestartet wurde die Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Juli bis September 2021. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2021.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie