25.11.2020

Überbrückungshilfe Corona des Bundes

Die Überbrückungshilfe Corona bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbständige, die durch die Corona-Krise Umsatzrückgänge zu verzeichnen haben. 
Anträge für die Überbrückungshilfe II (Fördermonate September bis Dezember 2020) können bis zum 31. Januar 2021 auf der Antragsplattform des Bundes gestellt werden. 
Antragsverfahren
Anträge können nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberater und Steuerberaterinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüferinnen, vereidigte Buchprüfer und vereidigte Buchprüferinnen oder Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen) gestellt werden.
Eckdaten der Förderung
Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen mit entweder einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einem Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
              
Personalkosten werden pauschal in Höhe von 20 % (bisher 10 %) der übrigen Fixkosten gefördert.
Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von
  • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 % der Fixkosten)
  • 60 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 % der Fixkosten)
  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 % und unter 50 % (bisher bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch)
im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zuschüsse sind möglich bis zu einer Höhe von bis zu 50.000 Euro monatlich.
Im Rahmen der elektronischen Abrechnung der endgültigen Umsatzeinbrüche und Fixkosten nach Programmende gibt es eine Rückforderungs- und auch Nachschusspflicht.
Die ergänzende Förderung des Landes durch einen fiktiven Unternehmerlohn wird in der zweiten Phase der Überbrückungshilfe fortgesetzt. Ein fiktiver Unternehmerlohn wird mit Festbeträgen wie folgt gewährt:
  • 590 Euro bei Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent und unter 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • 830 Euro bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • 1.180 Euro bei Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
Vorabcheck Überbrückungshilfe
Mit einem IHK-Überbrückungshilfe-Rechner können Unternehmen in drei Schritten herausfinden, ob und ggf. wie viel Hilfe sie beantragen können. ACHTUNG: Ggf. kann die Aufstockung durch das Land (vgl. oben) noch zum Tragen kommen.
Hilfestellung bei Fragen zur Überbrückungshilfe Corona bietet die IHK Heilbronn-Franken unter Telefon 07131 9677-111.