15.09.2020

Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes

Der Bund stellt umfangreiche Gelder zur Unterstützung der Unternehmen in der Corona-Pandemie bereit. Doch für manche – vor allem Großunternehmen und größere mittelständische Unternehmen – sind etliche Programme nicht gedacht oder lohnen sich nicht aufgrund der festgelegten maximalen Förderhöhe. Hier kann der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung (WSF) möglicherweise eine Unterstützung sein. Mittlerweile können Anträge zu diesem Programm online gestellt werden.
Um Mittel aus dem WSF zu erhalten, müssen zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt sein:
  • mehr als 43 Millionen Euro Bilanzsumme
  • mehr als 50 Millionen Euro Umsatz p. a.
  • mehr als 249 Beschäftigte
Der WSF sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor (kombinierte Anwendung möglich):
  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten (einschließlich Kreditlinien) und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals
Ziel des WSF ist die Stabilisierung von Unternehmen, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastruktur oder den Arbeitsmarkt hätte. Auch kleinere Unternehmen und Start-ups sind nicht ausgeschlossen, sofern ihr Erhalt von besonderer Bedeutung ist.
Der WSF ist subsidiär zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten. Nur wenn diese keine wirtschaftlich tragfähige Lösung bieten oder nicht ausreichen, kommt eine Unterstützung durch den WSF in Betracht.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie