30.11.2021

3G am Arbeitsplatz - Umgang mit Online-Testnachweisen

Nach der Einführung von 3G am Arbeitsplatz werden Unternehmen auch mit Online-Testnachweisen konfrontiert.
Am 25. November 2021 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) klargestellt, dass vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Selbsttests nur dann gültig sind, wenn sie unter Aufsicht durchgeführt werden. Das nordrhein-westfälische Landesgesundheitsministerium wies ergänzend darauf hin, dass bei einem begleiteten Selbsttest davon ausgegangen werde, dass die Aufsicht führende Person bei der Testung und während der Auswertezeit physisch anwesend sei.  
Auch in den FAQs des BMAS wird unter Ziffer 1.1.12 zu den mitzuführenden Testnachnachweisen  darauf hingewiesen, dass die zu Grunde liegende Testung im Falle von Selbsttests vor Ort unter Aufsicht des Arbeitgebers oder einer von ihm beauftragten Person zu erfolgen hat und dokumentiert werden muss.
Arbeitgeber, die diese Testbescheinigungen dennoch akzeptieren, riskieren, dass dies im Falle einer späteren Kontrolle als Verstoß gegen die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes gewertet wird. Aus diesem Grund können Arbeitnehmer, die solche Tests im Betrieb vorlegen, vom Arbeitgeber darauf hingewiesen werden, dass er nicht bereit ist, dieses Risiko in Kauf zu nehmen.